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Detektion von Bomben


Für die Suche von Blindgängern (Bomben, Granaten) oder Minen mit Metallgehäuse in großen Tiefen bietet Vallon zwei Methoden an:


1. Aktive Pulsinduktion


Das Verfahren der aktiven Pulsinduktion bietet große Vorteile bei der Detektion von Bomben und Granaten in oberflächennaher Lage bei mineralisierten Böden, wo Eisendetektoren (Gradientmagnetometer) zu viele Fehlalarme auslösen würden. Die große Suchspule, zusammen mit einer speziellen UXO-Signalverarbeitung im Metalldetektor eignet sich auch hervorragend für die schnelle Suche von Streubomben und Minen mit Metallgehäusen.
Die große Suchspule eines Vallon Metalldetektors sendet kontinuierlich elektromagnetische Impulse aus. In der Pause zwischen den Pulsen detektiert die Elektronik die Reaktion des Metallteils auf den vorherigen Impuls. Diese elektromagnetische Pulsantwort ist in ihrer Größe und Dauer abhängig von der Größe des Metallteiles und dessen  Entfernung zur Suchspule. Der Empfänger verarbeitet die Impulsantwort und wandelt sie in ein leicht interpretierbares  akustisches und optisches Alarmsignal um.
Je nach gewünschter Suchtiefe und Geländebeschaffenheit kommt eine Suchspule mit 30 cm oder 60 cm Durchmesser zum Einsatz.


2. Gradient-Magnetometer Methode


Gradient Magnetometer senden kein eigenes elektromagnetisches Feld aus, sondern messen Störungen des normalerweise homogenen Magnetfeldes der Erde. Wird nun ein ferromagnetischer Körper in dieses homogene Feld gebracht, so überlagert das Eigenfeld des magnetischen Körpers das örtliche homogene Magnetfeld der Erde. Man spricht hier von der Verzerrung des Erdfeldes.

Mit zunehmender Entfernung von diesem Körper nimmt das Maß der Verzerrung wieder ab.

Das Ausmaß der Feldverzerrung hängt nun naturgemäß von mehreren Fakto¬ren ab, wovon die wichtigsten die Größe des zu ortenden Objektes und dessen magnetischer Zustand sind. Je größer das zu ortende ferromagnetische Objekt ist, desto größer ist auch die Entfer¬nung, aus der es mit Hilfe des Detek¬tors noch zu lokalisieren ist.
Ist das im Boden vergrabene Objekt aufmagnetisiert, d. h. hat es ein eigenes Magnetfeld, werden die Feldlinien entsprechend der Pola¬rität des Objektes verdrängt.
Allgemein gilt, dass die Störung insgesamt bei magnetischen Objekten größer ist als bei Objekten, die kein eigenes magnetisches Feld haben. Sehr selten kommt es jedoch vor, dass die Gesamtstörung aufgrund der Orientierung des Objektes in Bezug auf das Erdmagnetfeld geringer ist.

Bombendetektoren sind Differenzmagnetometer, d. h. zwei Magnetfeldsensoren sind geometrisch exakt fluchtend in einem vorgegebenen Abstand übereineinander ange¬ord¬net und elektrisch so geschaltet, dass sie den Wert Null in einem homoge¬nen Feld ergeben. Jeder Sensor, der auf ein ferromagnetisches Objekt trifft, wird unterschiedlich beeinflusst.

Die Anzeige der Störung erfolgt in nT. Über Messbereichschalter wird das Display mit ± 20 Skalenteilen angesteuert, je nach Orientierung des Objekts im Boden.

Dieses Verfahren kann für die Oberflächendetektion, Bohrlochdetektion und unter Wasser eingesetzt werden. Seit über 10 Jahren ist auch die computergestützte Detektion mit automatischer Berechnung der Objektposition und Objektgröße mit unserer Software VALLON EVA 2000® verfügbar.

Weitere Informationen erhalten Sie auf Anfrage.

 


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